Material sammeln und sortieren (Teil 2)

Die beste Materialsammlung nützt nichts, wenn sie nicht nutzbar gemacht wird. Für die „richtige“ Vorgehensweise gibt es allerdings kein allgemeingültiges Patentrezept. Zum einen spielen die individuellen Vorlieben und Arbeitsgewohnheiten eine wichtige Rolle, zum anderen hängt es auch immer vom Textumfang und seiner Tiefe ab. Ist das Material für eine kurze Presseinfo meist noch überschaubar, so wird zum Beispiel bei einem längeren Artikel für die Fachpresse die Stoffsammlung schnell unübersichtlich. Hier erweist es sich als durchaus hilfreich, das Material gezielt auf Ihre Fragestellung hin zu sichten und zu sortieren.

Hierfür eignet sich das Erstellen von Exzerpten

  • mit Angaben zu Verfasser, Titel sowie anderen bibliografischen Angaben,
  • mit den wichtigsten Thesen des Artikels zusammengefasst (eine wörtliche Wiedergabe entsprechend in Form eines Zitats mit Seitenangabe),
  • gegebenenfalls mit Querverweisen zu anderen Autoren und Artikeln
  • und vor allem mit den eigenen Gedanken sowie mit einer kritischen Auseinandersetzung zu den wichtigsten Kernpunkten.

Der letzte Punkt – nämlich die kritische Auseinandersetzung mit dem fremden Text und die Wiedergabe der Kernthesen in eigenen Worten – bildet gleichzeitig den Übergang vom Lesen ins Schreiben. Das Erstellen eines Exzerpts kann entweder parallel zur Lektüre erfolgen, noch intensiver und wirkungsvoller wird die Auseinandersetzung mit dem fremden Text jedoch, wenn ein wichtiger Text zunächst einmal gelesen und Stichwörter notiert werden und wenn in einer zweiten Phase (am besten bei geschlossenem Buch) die wichtigsten Punkte abschnittweise exzerpiert werden. Wichtig ist auf alle Fälle, die fremden und die eigenen Inhalte durch Zitate entsprechend kenntlich zu machen.

 

 

Ähnliche Themen