Neues von der Rechtschreibreform

Heute ging es durch die Presse: Der Linguist Peter Eisenberg verlässt den Rat für Rechtschreibung. Für mich bleibt die Frage: wem hat die Rechtschreibreform etwas gebracht? Den Schülern nicht: deren Rechtschreibfähigkeit hat sich seit der Rechtschreibreform nicht wirklich verbessert. Den Erwachsenen auch nicht: viele wissen gar nicht mehr genau, welche Schreibweisen jetzt richtig oder falsch sind. Die Folge? Unsicherheit über die richtigen Schreibweisen und bei vielen auch eine Mischung aus Ignoranz oder Resignation. Die Rechtschreibung ist beliebig geworden. Keiner kapiert’s. Außer vielleicht noch den Herren und Damen aus dem Rechtschreibrat. Schon vor ein paar Jahren hat Prof. Theodor Ickler den Rat für Rechtschreibung verlassen. Und wunderbar erläutert, warum diese Rechtschreibreform mitsamt ihrem Rechtschreibrat für den Praxisalltag kaum taugt. Hier sein Artikel aus dem Jahr 2006.

Meine Lieblingssatz aus diesem Artikel unter dem Eintrag vom 1. Juli: „Die alberne Silbentrennung bei Fremdwörtern („Konst-ruktion“, „Diag-nose“) will fast niemand korrigieren. Meine Argumente, auch bildungspolitische, perlen ab wie Regenwasser. Hoffnungslos. Auch die Groß- und Kleinschreibung soll nach dem Willen der meisten nicht mehr geändert werden. Der Reformer Richard Schrodt meint, wenn die Groß- und Kleinschreibung verändert werde, breche die ganze Reform zusammen. Gar nicht mal verkehrt.“

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