Gegen den Powerpoint-Wildwuchs

Als Powerpoint vor etlichen Jahren auf den Markt kam, galt es jahrelang als schick, möglichst schön gestaltete Präsentationen auf den Bildschirm zu beamen. Seit einiger Zeit verstärkt sich aber die Kritik an diesem ausufernden Präsentationsschnickschnack. Der Inhalt werde zunehmend zweitrangig und eher lieblos dahingeklatscht, weil zu viel Aufmerksamkeit der Grafik gilt, lautet der eine Kritikpunkt. Ein anderer Punkt bemängelt die fehlende Aufmerksamkeit des Publikums für den Vortrag, wenn sich alle wichtigen Punkte auch einfach ablesen lassen. Die einen im Publikum dämmern vor sich hin, andere hingegen beschäftigen sich mit anderen Dingen und werfen nur ab und zu einen Blick auf den Bildschirm.

VW scheint hieraus Konsequenzen zu ziehen und hat (nach einem Artikel in der WELT) eine hausinterne Regel erlassen, nach der (zumindest bei den Vorstandsvorlagen) eine Präsentation nur noch drei Seiten umfassen darf, ohne Grafik, nur Schrift. Das ist stark! Vor allem in einer Geschäftswelt, in der es immer mehr auf das Visuelle ankommt. Ob sich das von der Vorstandsebene nach unten durchsetzt? Das wäre wirklich interessant …

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