Mr. Spocks Sprache linguistisch betrachtet

„Star Trek“ habe ich früher immer gern geschaut (später sogar noch lieber The Next Generation) und Mr. Spock mit seinem logischen Denken war eindeutig mein Held in der ersten Serie (und kam weit vor Captain Kirk). Der Tod von Leonard Nimoy tat schon ein bisschen weh, aber 83 Jahre sind ein tröstliches Alter und das nach einem langen und erfüllten Leben …

Warum das Thema Mr. Spock bei Schreibhelden aufgegriffen wird? Weil ich einen interessanten Artikel entdeckt habe, in dem seine Sprache und Ausdrucksweise unter einem linguistischen Gesichtspunkt betrachtet wird. Die für ihn typische Ausdrucksweise hat bei den US-Linguisten sogar eine eigene Kategorie erhalten: Spock Speak. Da Mr. Spock als Vulkanier über keine Emotionen verfügte und die Welt nur in logischen Kriterien erfassen konnte, fehlt seiner Ausdrucksweise konsequenterweise diese emotionale Komponente. Mr. Spock achtet daher auf logische Zusammenhänge und korrekten Wortgebrauch – Umgangssprache, Witzeleien, Andeutungen, Widersprüchlichkeiten und vor allem auch Metaphern, Redensarten oder Ironie fehlen in Spocks Sprachwelt völlig. Vielleicht sind dieses fehlende emotionale Sprachverständnis das, was Mr. Spock zu einer ganz besonderen Star-Trek-Figur gemacht hat …

Übrigens: Weitere Details finden sich hier direkt im WELT-Artikel